Aktive Metalldetektoren für die Humanitäre Minenräumung

CW-Systeme

CW steht für „Continous Wave“, also für kontinuierliche Wechselfelder, die von einem Sender zur Metallortung ausgestrahlt werden. Hierbei spielt es keine Rolle, ob das Primärfeld durch sinus- oder pulsförmige Ströme erregt wird. Das Sekundärfeld bzw. die magnetische Rückwirkung des Suchobjektes kann entweder durch eine Suchspule oder auch durch ein entkoppeltes Suchspulensystem aufgenommen werden.

Die primären und sekundären Vorgänge der Metallortung sind zeitlich unmittelbar verkoppelt. „Just in time“ hat den Vorteil der hohen Nachweisempfindlichkeit auf kleine Metallobjekte, wie z. B. amagnetische Zünderkomponenten. Bedingt durch die relativ hohe Betriebsfrequenz sind CW-Systeme nicht salzwasserkompatibel. TR-Detektoren (Transmitter Receiver) können mit einer Bodenkompensation (GEB)ausgerüstet werden, durch die bodenmagnetische Effekte in gewissen Grenzen ausgeblendet werden.

Vorteile:

  • Geringe Stromaufnahme
  • Kompakte Elektronik

Nachteile:

  • Stark mineralisierte bzw. laterisierte böden sind nur bedingt kompensierbar

Zu den CW-Systemen zählen folgende EBINGER-Detektoren:

Beide Suchgeräte sind für kooperative bzw. bedingt kooperative Böden ausgelegt. Auf einer mittleren Laterisierung können beide Geräte eingesetzt werden. Nicht jedoch auf extrem mineralisierten, hochmagnetischen Böden.

Sie verfügen über eine hohe Nachweisempfindlichkeit, die beim TREX® 210-2 als Minenhandsonde besonders hochgradig ausgebildet ist. Die Suchgeräte unterscheiden sich in der Sondenform.

Das TREX® 204 M verfügt über eine schmale, hockeyartige Sonde, die vor allem auf schwierigem Gelände gegenüber den Tellergeräten wesentliche Vorteile aufweist.

Der Typ TREX® 210-2 (System HASI) ist besonders kompakt im Aufbau und leicht zu handhaben.

PI-Systeme

PI steht für Puls-Induktion. Sie zählen zu den zeitgesteuerten Detektoren (Time Domain – TD), die starke Magnetpulse emittieren. Diese Strompulse induzieren in Metallobjekten Wirbelströme, die ein Sekundärfeld erzeugen. Das Phänomen des Verfahrens besteht in einem magnetischen Echo, das zeitlich länger abklingt, als der relativ kurze Sendepuls. Der Empfänger nimmt dieses Echo zeitgesteuert, mit gewisser Verzögerung, auf. Die Time-Domain-Funktion verfügt gegenüber „Just in time“ bzw. CW über Vor- und Nachteile.

Vorteile:

  • Sallzwasserkompatibel
  • sehr wirkungsvolle Bodenkompensation (GEB)

Nachteile

  • Hoher Stromverbrauch
  • Komplexe Elektronik

Zu den EBINGER-PI-Systemen zählen:

Das tausendfach bewährte EBINGER-GC-System steht für Ground Cancelling, das für EBINGER patentiert wurde. Trotz der hohen Nachweisempfindlichkeit kann das EBEX® 422 GC auch auf hochlaterisierten und/oder magnetischen Böden eingesetzt werden. Das Suchgerät wurde für den Dauereinsatz unter rauen Bedingungen ausgelegt. Es verfügt über eine robuste Metallkonstruktion in zerlegbarer Rohr-Modul-Technik.

Alle Komponenten sind ohne Nachabgleich untereinander austauschbar. Dies erleichtert den Geräteservice und sichert die Verfügbarkeit im Feld (field availability). Das Gerät wird vorzugsweise mit ladbaren, aufschraubbaren Akkuzylindern betrieben. Die entsprechende Ladetechnik steht zur Verfügung. Für die Magnetminen-Sicherheit sorgt ein bipolarer Pulssender.

Hierbei handelt es sich um ein neuentwickeltes Hochleistungs-PI-System für den Nachweis kleinster Metallobjekte. Das Suchgerät wurde unter Extrembedingungen im Outback Australiens unter schwierigsten Böden und extremen Temperaturen mit bestem Erfolg bei der Suche nach Goldnuggets getestet.

Das UPEX® ONE-2 verfügt über eine extrem gute Bodenkompensation, die manch anderes System in der Wirkung übertrifft. Es ist geplant, das neue elektronische Konzept in die Mechanik eines Minendetektors zu implementieren. Das monopolare System ist nicht magnetminensicher, was für die konventionelle Kampfmittelräumung kein Hindernis ist.